Da bietet sich zunächst einmal eine Alterstrukturanalyse an, die auch bei Unternehmen dieser Größenordnung sehr sinnvoll ist. Sie bekommen damit Hinweise, wie stark und in welchem Bereichen Sie vom Demografischen Wandel betroffen sein werden. Das setzt Sie in die Lage, frühzeitig Maßnahmen zu treffen, zum Beispiel Neueinstellungen, Weiterbildungen oder die Bildung von „Tandems" aus älteren und jüngeren Mitarbeitern, um einerseits die körperlichen Belastungen und andererseits das Fachwissen zu verteilen. Eine ausgewogene Alters- und Kompetenzstruktur in Ihrer Belegschaft sichert im Übrigen die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens.
Bei einer Altersstrukturanalyse bilden Sie zunächst einmal den heutigen Zustand ab, was Alter, Ausbildung, Kenntnisse, Funktionen usw. in Ihrem Betrieb anbelangt. Es geht also um die Gesamtschau, vor allem aber um Einblicke in die einzelnen Bereiche (Werkstatt/Baustellen, Büro, Planungsabteilung, Lager usw.) und die Funktionen (Meister, Vorarbeiter, Gesellen/Fachkräfte, Hilfskräfte, Büromitarbeiter). Sie können diese Daten zusätzlich mit Angaben über das Weiterbildungsverhalten oder die Fehlzeiten der Betreffenden anreichern. Zusätzlich sollten Sie die bei Ihnen übliche Personalfluktuation und zum Beispiel Ihre Praxis bei der Übernahme von Lehrlingen berücksichtigen.
Auf der Basis dieser aktuellen Situation blicken Sie nun zwei, fünf, zehn Jahre in die Zukunft: Wie alt sind Ihre Mitarbeiter dann? Wer ist bis dahin in Rente gegangen? Wie viele Mitarbeiter aus welchen Bereichen haben in diesen Zeitspannen aus anderen Gründen Ihr Unternehmen verlassen? Und vor allem: Wer ersetzt diese Beschäftigten, damit Sie weiterhin am Markt erfolgreich sind? Sie müssen also versuchen, personelle und Wissenslücken gar nicht erst entstehen zu lassen. Das heißt, junge Fachkräfte an Ihren Betrieb binden, rechtzeitig zusätzliche Mitarbeiter suchen, für alle die Arbeit so gestalten, dass sie möglichst lange ausgeübt werden kann, den gegenseitigen Wissensaustausch vor allem zwischen Alt und Jung forcieren. Die Altersstrukturanalyse bietet Ihnen für diese und weitere Schritte einer längerfristigen Personalplanung die Grundlage. Sie können sich die Daten mit Hilfe einer Exceltabelle zusammenstellen, benötigen hier jedoch schon erweiterte Kenntnisse, um beispielsweise die Fluktuation abzubilden. Brauchbare Programme, bei denen Sie nur noch Ihre Daten einpflegen müssen, finden Sie im Internet.
Eine weitere Informationsquelle für eine solche Analyse sind Mitarbeitergespräche, vor allem wenn es sich um geplante, regelmäßige und vorbereitete strukturierte Gespräche handelt. Es sollten dann auch Ziele und Wünsche des Mitarbeiters zur Sprache kommen, ebenso wie Ihre Erwartungen an den Mitarbeiter. Auf diese Weise erfahren Sie, inwieweit der Mitarbeiter noch ungenutztes Potenzial besitzt: Vielleicht haben Sie ihn unterschätzt, kennen nicht all seine Fähigkeiten und Weiterbildungswünsche. Diese Informationen sind dann auch für die Altersstrukturanalyse wichtig.
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