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Westdeutscher Handwerkskammertag
Unternehmerverband Handwerk NRW (LFH) 
Landesvereinigung der Fachverbände des Handwerks Landesregierung Nordrhein-Westfalen Das Handwerk





LAND NRW

Ich habe einen Betrieb übernommen und will nun einiges umstellen. Im „Flurfunk“ höre ich aber immer wieder einmal, früher sei alles besser gewesen. Was kann ich tun, damit alle an einem Strang in die neue Richtung ziehen?

Sie wollen eine neue Unternehmenskultur aufbauen und dabei Ihre Mitarbeiter stärker in die Pflicht nehmen, was zum Beispiel die Ordnung im Lager und in den Fahrzeugen anbelangt. Das müssen Sie gut (und immer wieder) erklären, und Sie müssen Ihrem Team einen „Ausgleich“ für die neuen Pflichten bieten.
Als Erklärung taugt zum Beispiel der Hinweis auf die Zeitersparnisse und die Schonung der Nerven, wenn weniger gesucht werden muss, oder auf körperliche Entlastungen durch eine günstigere Anordnung im Lager. Wenn im Betrieb insgesamt Ordnung und Sauberkeit herrschen, dann kommt das auch bei den Kunden gut an. Sie interpretieren dies als Ausdruck der Sorgfalt und der Seriosität bei der Arbeit, die sie dann auch auf sich und ihren Auftrag beziehen. Und es spiegelt die neue Unternehmensphilosophie wider, die Sie ja als Chef einführen und umsetzen wollen. Wichtig ist jedoch, dass Sie vor Ihren Änderungen die Vorschläge und Wünsche Ihrer Mitarbeiter abfragen und dann auch berücksichtigen.
Als „Ausgleich“ für die stärkeren Anforderungen haben wir unter anderem Letzteres im Auge, also die Einbeziehung Ihres Teams in die Entscheidung über Abläufe und Regelungen. Das poliert das Betriebsklima und das Wir-Gefühl wieder auf und sorgt so für mehr Arbeitsfreude. Sie können darüber hinaus gemeinsame Aktivitäten vorschlagen, etwa ein Grillfest im Sommer oder einen zünftigen Ausflug in den Schnee mit Glühwein und anderen „Wärmespendern“. 

STICHWORTE
Unternehmenskultur, Einbeziehung der Mitarbeiter