Ihre Ausbildungsbereitschaft ist lobenswert und kann auch in die Tat umgesetzt werden. Wir schlagen Ihnen nämlich vor, eine Verbundausbildung durchzuführen. Das bedeutet, dass Sie mit anderen Unternehmen bei der Lehre zusammenarbeiten, um so den dringend benötigten Fachkräftenachwuchs zu bekommen.
Es gibt verschiedene Organisationsformen für einen solchen Verbund: Die verbreitetste Form ist die Auftragsausbildung. Das ausbildende Unternehmen schließt mit dem Lehrling den Vertrag. Es lässt aber die Teile der Ausbildung, die es nicht selbst durchführen kann, gegen Kostenerstattung in anderen Unternehmen durchführen. Andere Formen sind das Ausbildungskonsortium (Austausch von Lehrlingen untereinander), die Kooperation eines „Leitbetriebs“ mit Partnern oder der Ausbildungsverein, der dann die Lehrverträge abschließt und die Ausbildung organisiert. Da Sie ja selbst viele Ausbildungsinhalte vermitteln können und nur bei einigen wenigen auf Unterstützung angewiesen sind, empfehlen wir Ihnen – wie gesagt – die Auftragsausbildung.
Übrigens stehen Sie mit diesem Problem keineswegs allein: Etwa 40 Prozent aller kleinen und mittleren Unternehmen sind selbst nicht voll ausbildungsfähig. Wenn sie sich im Verbund zusammenschließen, nutzen sie Synergieeffekte, schaffen Lehrstellen, verbessern nicht selten die Ausbildungsqualität und sorgen für Fachkräfte. All diese Vorteile haben im Übrigen das Land bewogen, Unternehmen mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds bei der Bereitstellung von Lehrstellen im Verbundmodell zu unterstützen. In kleinen und mittleren Betrieben, die ohne den Verbund nicht ausbilden dürften, wird die Ausbildungsvergütung mit einmalig bis zu 4.500 Euro pro Lehrstelle gefördert. Diesen Zuschuss gibt es jedoch nur, wenn Sie ihn vor der Ausbildung (und vor Lehrvertragsschluss) beantragen.
Die Berater der Zukunfts-Initiative im Bereich Demografischer Wandel erläutern Ihnen gerne die Voraussetzungen und insgesamt das Thema Verbundausbildung im Detail.
Verbundausbildung, Auftragsausbildung, Ausbildung




