Ihr Kollege hat zu Papier gebracht, was jedes Unternehmen „irgendwie“ hat – auch das Ihre. Die Art, wie Sie sich am Markt verhalten, ist von Ihrer Persönlichkeit geprägt, von den Traditionen Ihres Betriebes, von den Bedingungen, die in Ihrer Branche herrschen, und auch von Ihren Mitarbeitern. In einem Leitbild werden nun die Werte und Ziele, die Wurzeln und das Selbstverständnis eines Unternehmens in Worte gefasst. Man beschreibt also seine Position und seine Prinzipien im Geschäftsleben, warum man unternehmerisch tätig ist und wie man mit Geschäftspartnern, Kunden, Mitarbeitern, Wettbewerbern und der Öffentlichkeit heute und in Zukunft umgehen möchte. Damit ist das Leitbild Teil der Corporate Identity und des Außenauftritts eines Unternehmens.
Ein Leitbild stellt eine Selbstverpflichtung dar, ist aber zugleich eine Richtschnur, an der Sie und Ihre Umwelt sich orientieren können. Als wichtige Effekte einer solchen Festlegung werden genannt eine größere Klarheit und Verbindlichkeit über die Ziele der Firma, die innere Struktur und die Verantwortlichkeiten. Dabei treten diese Effekte sowohl nach innen (stärkeres Wir-Gefühl) als auch nach außen (größere Glaubwürdigkeit) auf.
Wenn Sie diese positiven Wirkungen für sich nutzen wollen, sollten Sie als Start des Leitbild-Prozesses allgemeine Vorgaben über die Inhalte machen, die Details aber zusammen mit Ihren Mitarbeitern ausarbeiten. Je intensiver Sie sie einbeziehen, desto intensiver wird anschließend das Leitbild im ganzen Unternehmen „gelebt“. Es bleibt also nicht nur ein Stück Papier. Die Leitbild-Erstellung ist kein einmaliger Akt, sondern der Text muss immer wieder neuen Gegebenheiten in Ihrem unternehmerischen Umfeld, aber auch in Ihrem internen Bereich angepasst werden.
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